Schuppige Ohren: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Redaktion, 13. Fabruar 2025

Schuppige Ohren

Viele Menschen haben mit Schuppen an den Ohren zu kämpfen.

Trockene Haut kann sich an jedem Körperteil bemerkbar machen. Besonders unangenehm wird es für die Betroffenen, wenn dieses Problem an offensichtlichen Stellen wie dem Gesicht, der Kopfhaut oder auch den Ohren auftaucht. Oft bilden sich bei diesem Hautproblem Schuppen, die ein ungepflegtes Erscheinungsbild abgeben. Hängen Schuppen an den Ohren wirklich nur mit mangelnder Hygiene zusammen? Das ist bei weitem nicht der einzige Grund, so viel können wir vorwegnehmen. Was noch schuppige Haut am Ohr verursacht und wie man dagegen vorgehen kann, erfahren Sie im folgenden Artikel. 
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FORSCHUNG

Trockene Haut behandeln: Dieses Hausmittel hilft

Mit Pickeln an den Oberarmen - der sogenannte Reibeisenhaut - plagen sich viele Menschen herum. Oft helfen teure Mittel aus der Apotheke nicht. Stattdessen kann ein einfaches Hausmittel dafür sorgen, dass die Haut wieder glatt und weich wird.

Was sind Schuppen?

Schuppen sind kleine, abgestoßene Hautzellen, die sich als trockene oder fettige Partikel auf der Hautoberfläche sammeln und sichtbar werden. Sie entstehen durch die natürliche Erneuerung der Haut: Die oberste Hautschicht (Epidermis) bildet ständig neue Zellen, während alte Zellen abgestoßen werden. Diese Zellen sind mikroskopisch klein, weshalb der Prozess normalerweise unbemerkt verläuft. Kommt es jedoch dazu, dass die Zellerneuerung beschleunigt wird, häufen sich die Hautschuppen an, bis sie für uns als kleine helle Flocken sichtbar werden.

Man kann sie in zwei Hauptarten von Schuppen unterscheiden: Trockene Schuppen sind eher fein, weißlich und rieseln leicht ab. Fettige Schuppen hingegen sind größer, gelblich und haften an der Haut oder den Haaren. Schuppen können an verschiedenen Körperstellen auftreten, besonders an talgreichen Hautpartien. Dazu zählen vor allem die Kopfhaut, das Gesicht, aber auch die Rückseite der Ohren und die Ohrmuschel.

Welche Ursachen haben Schuppen auf den Ohren?

Auf den Ohren lassen sich immer mehr weiße Ablagerungen finden? Dann ist man von schuppigen Ohren betroffen, was ein Hautproblem darstellt, das mehr Menschen betrifft als man denkt. Von harmlosen Faktoren bis hin zu ernstzunehmenden Hauterkankungen kann eine Vielzahl von Einflüssen schuppige Haut an den Ohren auslösen. Wir haben die häufigsten Ursachen hier aufgelistet: 

Trockene Haut

Trockene Haut ist ein häufiger Auslöser für Schuppen an den Ohren, besonders in den Wintermonaten. Kalte Luft draußen und trockene Heizungsluft drinnen entziehen der Haut Feuchtigkeit, wodurch sie rau, spröde und schuppig wird. Auch häufiges Duschen mit heißem Wasser oder aggressive Reinigungsprodukte können die Haut austrocknen. Typische Symptome sind feine, weiße Schuppen, die leicht abblättern, begleitet von Spannungsgefühl und leichtem Juckreiz.

Übermäßige Talgproduktion

Dazu kann es kommen, wenn die Haut aus dem Gleichgewicht gerät, etwa durch hormonelle Veränderungen oder Stress. Eine übermäßige Talgproduktion kann dazu führen, dass Hautzellen verklumpen und als fettige, gelbliche Schuppen sichtbar werden. Besonders betroffen sind Hautfalten und der Bereich hinter den Ohren.

Ohrekzem

Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige Hauterkrankung, die fettige, gelbliche Schuppen sowie Rötungen und Juckreiz verursacht. Besonders betroffen sind talgreiche Hautpartien wie die Kopfhaut, Ohren, Nasenflügel und Augenbrauen. Die Ursache liegt meist in einer übermäßigen Talgproduktion, einer natürlichen Besiedlung mit dem Hefepilz Malassezia oder einer überempfindlichen Immunreaktion. Häufig treten die Schuppen auch hinter den Ohren oder in der Ohrmuschel auf, begleitet von leichten Entzündungen.

Schuppenflechte

Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die auch die Ohren betreffen kann. Durch eine beschleunigte Hauterneuerung bilden sich dicke, silbrig-weiße Schuppen auf geröteter, entzündeter Haut. Die Schuppen haften fest an der Hautoberfläche und können mit Juckreiz oder Schmerzen einhergehen. Häufig sind auch andere Körperbereiche wie Kopfhaut, Ellbogen oder Knie betroffen. Auslöser sind oft genetische Veranlagung, Stress, Infektionen oder bestimmte Medikamente.

Allergien und Hautreaktionen

Schuppige Ohren können durch allergische Reaktionen oder Hautreizungen entstehen, etwa durch Kosmetika, Haarpflegeprodukte, Ohrringe oder Kopfhörer. Häufige Auslöser sind Nickel in Schmuck oder Duftstoffe in Shampoos und Reinigungsmitteln. Typische Symptome sind schuppige, gerötete Haut, Juckreiz und in manchen Fällen Bläschen oder nässende Stellen.

Falsche Hygienemaßnahmen

Sowohl das Vernachlässigen der Reinigung als auch zu häufiges Reinigen der Ohren kann sich negativ auf die Hautgesundheit auswirken. Besonders Wattestäbchen trocknen die Haut im Gehörgang aus und begünstigen Reizungen. Zu seltenes Waschen kann wiederum Ablagerungen und Hautirritationen fördern. Typische Symptome sind schuppige, gereizte Haut, manchmal begleitet von Juckreiz oder Rötungen.

Unser Tipp bei trockener Haut

Was tun gegen Schuppen an den Ohren?

Schuppige Ohren sind nervig und beeinträchtigen das Selbstbewusstsein der betroffenen Person. Es ist jedoch kein Problem, gegen welches man nicht selbst vorgehen kann. Wie bei jedem anderen Problem auch ist es essentiell, den Auslöser für schuppige Haut ausfindig zu machen. Sobald die Ursache identifiziert ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schuppen am Ohr loszuwerden.

Sanfte Hautpflege

Da trockene Haut eine häufige Ursache für Schuppen an den Ohren ist, ist Feuchtigkeit meist schon der Schlüssel zur Besserung. Um der Haut Feuchtigkeit zuzuführen, sollten feuchtigkeitsspendende Cremes oder Öle verwendet werden, die speziell für empfindliche Haut geeignet sind. Diese helfen, die Hautbarriere zu stärken und die Schuppenbildung zu reduzieren. Am besten eignen sich Produkte auf pflanzlicher Basis, um die Haut nicht noch zusätzlich zu reizen. 

Auslöser für Allergien meiden

Wenn eine allergische Reaktion die Schuppenbildung verursacht, sollte der Kontakt mit den Allergenen vermieden werden. Häufige Auslöser sind Nickel in Schmuckstücken, Duftstoffe in Kosmetika oder bestimmte Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten. Das Tragen von hypoallergenem Ohrschmuck und die Verwendung allergenfreier Pflegeprodukte können helfen, die Reaktion zu vermeiden und die Schuppenbildung zu reduzieren.

Vorsichtige Reinigung

Zu häufiges oder aggressives Reinigen der Ohren kann die Haut irritieren und Schuppenbildung begünstigen. Die Reinigung der Ohren sollte aber dennoch regelmäßig geschehen. Wattestäbchen sollten vermieden werden, da sie die empfindliche Haut im Gehörgang austrocknen können. Stattdessen ist es ratsam, die Ohren mit einem weichen Tuch oder speziellen Ohrenreinigungswerkzeugen sanft zu reinigen, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren.

Wann sollte man bei schuppigen Ohren einen Arzt aufsuchen?

Sitzt der Auslöser der Schuppen am Ohr tiefer in Form einer Hautkrankheit, reichen die eigenen Bemühungen oft nicht aus, um das Problem langfristig loszuwerden. In diesem Fall kann ein Arzt helfen. Dieser sollte ohnehin ausgesucht werden, sollten weitere auffällige Symptome auftreten.

Schuppige Ohren sind oft harmlos, doch wenn die Schuppen trotz Pflege nicht verschwinden, sich ausbreiten oder mit Juckreiz, Rötungen und Entzündungen einhergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Besonders nässende Stellen, Bläschen oder verhärtete Haut können auf Hauterkrankungen wie Psoriasis oder seborrhoisches Ekzem hindeuten. Auch eine Pilzinfektion im Gehörgang kann für hartnäckige Schuppen sorgen, die das Gehör beeinträchtigen.

Ein Haut- oder HNO-Arzt kann die verschiedenen Ursachen diagnostizieren. Je nach Befund kommen feuchtigkeitsspendende Cremes, medizinische Shampoos, antimykotische oder entzündungshemmende Salben zum Einsatz. Bei schweren Fällen kann eine Lichttherapie oder eine medikamentöse Behandlung notwendig sein. Sollten die Beschwerden also anhalten oder sich verschlimmern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Wie wird man die Kruste im Ohr los?

Trockene, schuppige Haut an den Ohren kann sich in hartnäckige Krusten verwandeln, besonders wenn die Haut gereizt oder entzündet ist. Häufig entstehen sie hinter den Ohren, in der Ohrmuschel oder im Gehörgang – überall dort, wo sich Hautschuppen sammeln oder kleine Wunden durch Kratzen entstehen. Auch Hauterkrankungen wie Psoriasis, seborrhoisches Ekzem oder Allergien können zur Krustenbildung beitragen.

Um die Krusten loszuwerden, sollte die Haut sanft gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Milde Cremes oder hautfreundliche Öle wie Mandel- oder Jojobaöl können helfen, trockene Haut zu beruhigen. Reizstoffe wie aggressive Reinigungsmittel, Wattestäbchen oder häufiges Kratzen sollten vermieden werden. Das kann die Krustenbildung nur verschlimmern oder führt zu unschönen Narben. Bleiben die Krusten bestehen oder kommen Juckreiz, Rötungen oder Nässen hinzu, kann eine Infektion oder Hauterkrankung dahinterstecken – dann ist ein Arztbesuch ratsam.

Fazit

Schuppen auf den Ohren können echt unangenehm sein. Die trockene Haut juckt und lenkt ungewollt die Blicke anderer auf einen. Meist steckt jedoch ein harmloser Grund hinter dem Hautproblem. Mit ein paar einfachen Maßnahmen hat man die trockene Haut meist schnell wieder im Griff. Dabei hilft sanfte Pflege und die Hautstellen am Ohr nicht weiter zu reizen. Bei anhaltenden oder schlimmer werdenden Beschwerden kann ein Hautarzt die genauen Ursachen diagnostizieren und passende Mittel zur Linderung empfehlen. 

Unser Tipp bei Reibeisenhaut


QUELLEN

  • M. Augustin, D. Wilsmann-Theis, A. Körber, M. Kerscher, G. Itschert, M. Dippel und P. Staubach. Positionspapier: Diagnostik und Therapie der Xerosis cutis. PMID: 29989340, 16. Juli 2018 
  • https://www.aderma.de/expertenrat/juckende-haut/bereiche/ohrekzem 
Autor Simon Engelhardt

Simon Engelhardt

Als leidenschaftlicher Sportler setzt sich Simon hauptsächlich mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness auseinander. Über die Arbeit und das Privatleben baute er sich eine Expertise zu diesen Themenbereichen auf. In Form von Blogbeiträgen teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen, das er über viele Jahre aufgebaut hat. Er ist hauptsächlich für das Schreiben gut recherchierter Blogartikel zuständig, was durch die Erstellung von Content in den sozialen Medien ergänzt wird. Die Beiträge basieren dabei immer auf der aktuellen Forschungslage und werden regelmäßig aktualisiert.