Schuppige Ohren: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten
Redaktion, 13. Fabruar 2025

Viele Menschen haben mit Schuppen an den Ohren zu kämpfen.

FORSCHUNG
Trockene Haut behandeln: Dieses Hausmittel hilft
Mit Pickeln an den Oberarmen - der sogenannte Reibeisenhaut - plagen sich viele Menschen herum. Oft helfen teure Mittel aus der Apotheke nicht. Stattdessen kann ein einfaches Hausmittel dafür sorgen, dass die Haut wieder glatt und weich wird.
Was sind Schuppen?
Welche Ursachen haben Schuppen auf den Ohren?
Trockene Haut
Trockene Haut ist ein häufiger Auslöser für Schuppen an den Ohren, besonders in den Wintermonaten. Kalte Luft draußen und trockene Heizungsluft drinnen entziehen der Haut Feuchtigkeit, wodurch sie rau, spröde und schuppig wird. Auch häufiges Duschen mit heißem Wasser oder aggressive Reinigungsprodukte können die Haut austrocknen. Typische Symptome sind feine, weiße Schuppen, die leicht abblättern, begleitet von Spannungsgefühl und leichtem Juckreiz.
Übermäßige Talgproduktion
Dazu kann es kommen, wenn die Haut aus dem Gleichgewicht gerät, etwa durch hormonelle Veränderungen oder Stress. Eine übermäßige Talgproduktion kann dazu führen, dass Hautzellen verklumpen und als fettige, gelbliche Schuppen sichtbar werden. Besonders betroffen sind Hautfalten und der Bereich hinter den Ohren.
Ohrekzem
Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige Hauterkrankung, die fettige, gelbliche Schuppen sowie Rötungen und Juckreiz verursacht. Besonders betroffen sind talgreiche Hautpartien wie die Kopfhaut, Ohren, Nasenflügel und Augenbrauen. Die Ursache liegt meist in einer übermäßigen Talgproduktion, einer natürlichen Besiedlung mit dem Hefepilz Malassezia oder einer überempfindlichen Immunreaktion. Häufig treten die Schuppen auch hinter den Ohren oder in der Ohrmuschel auf, begleitet von leichten Entzündungen.
Schuppenflechte
Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die auch die Ohren betreffen kann. Durch eine beschleunigte Hauterneuerung bilden sich dicke, silbrig-weiße Schuppen auf geröteter, entzündeter Haut. Die Schuppen haften fest an der Hautoberfläche und können mit Juckreiz oder Schmerzen einhergehen. Häufig sind auch andere Körperbereiche wie Kopfhaut, Ellbogen oder Knie betroffen. Auslöser sind oft genetische Veranlagung, Stress, Infektionen oder bestimmte Medikamente.
Allergien und Hautreaktionen
Schuppige Ohren können durch allergische Reaktionen oder Hautreizungen entstehen, etwa durch Kosmetika, Haarpflegeprodukte, Ohrringe oder Kopfhörer. Häufige Auslöser sind Nickel in Schmuck oder Duftstoffe in Shampoos und Reinigungsmitteln. Typische Symptome sind schuppige, gerötete Haut, Juckreiz und in manchen Fällen Bläschen oder nässende Stellen.
Falsche Hygienemaßnahmen
Sowohl das Vernachlässigen der Reinigung als auch zu häufiges Reinigen der Ohren kann sich negativ auf die Hautgesundheit auswirken. Besonders Wattestäbchen trocknen die Haut im Gehörgang aus und begünstigen Reizungen. Zu seltenes Waschen kann wiederum Ablagerungen und Hautirritationen fördern. Typische Symptome sind schuppige, gereizte Haut, manchmal begleitet von Juckreiz oder Rötungen.
Was tun gegen Schuppen an den Ohren?
Sanfte Hautpflege
Da trockene Haut eine häufige Ursache für Schuppen an den Ohren ist, ist Feuchtigkeit meist schon der Schlüssel zur Besserung. Um der Haut Feuchtigkeit zuzuführen, sollten feuchtigkeitsspendende Cremes oder Öle verwendet werden, die speziell für empfindliche Haut geeignet sind. Diese helfen, die Hautbarriere zu stärken und die Schuppenbildung zu reduzieren. Am besten eignen sich Produkte auf pflanzlicher Basis, um die Haut nicht noch zusätzlich zu reizen.
Auslöser für Allergien meiden
Wenn eine allergische Reaktion die Schuppenbildung verursacht, sollte der Kontakt mit den Allergenen vermieden werden. Häufige Auslöser sind Nickel in Schmuckstücken, Duftstoffe in Kosmetika oder bestimmte Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten. Das Tragen von hypoallergenem Ohrschmuck und die Verwendung allergenfreier Pflegeprodukte können helfen, die Reaktion zu vermeiden und die Schuppenbildung zu reduzieren.
Vorsichtige Reinigung
Zu häufiges oder aggressives Reinigen der Ohren kann die Haut irritieren und Schuppenbildung begünstigen. Die Reinigung der Ohren sollte aber dennoch regelmäßig geschehen. Wattestäbchen sollten vermieden werden, da sie die empfindliche Haut im Gehörgang austrocknen können. Stattdessen ist es ratsam, die Ohren mit einem weichen Tuch oder speziellen Ohrenreinigungswerkzeugen sanft zu reinigen, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren.
Wann sollte man bei schuppigen Ohren einen Arzt aufsuchen?
Wie wird man die Kruste im Ohr los?
Fazit
QUELLEN
- M. Augustin, D. Wilsmann-Theis, A. Körber, M. Kerscher, G. Itschert, M. Dippel und P. Staubach. Positionspapier: Diagnostik und Therapie der Xerosis cutis. PMID: 29989340, 16. Juli 2018
- https://www.aderma.de/expertenrat/juckende-haut/bereiche/ohrekzem

Simon Engelhardt